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Schriftzeichenklassen
Hieroglyphische Texte erscheinen auf den ersten Blick wie eine Anhäufung von Schriftzeichen, die man nicht
auseinanderhalten kann. Dem ist nicht so, auch wenn die alten Ägypter die schlechte Angewohnheit hatten keinen
Platz zwischen den Wörtern zu lassen und gleiche Zeichenfolgen unterschiedliche Bedeutungen haben konnten.
Man kann die Zeichen grob in zwei Klassen unterteilen, solche mit bildhaftem Wert (Semogramme) und solche mit
lautlichem Wert (Phonogramme).
Semogramme sind Hieroglyphen von Lebewesen, Gegenständen bzw. Pflanzen, die in gewisser Weise mit dem sprachlich
Bezeichneten zusammenhängen. Wörter werden so durch figürliche, symbolische oder mit anderer optischer
Ähnlichkeit versehenen Schriftzeichen deutlich erkennbarer bzw. dadurch repräsentiert. Es gibt zwei Arten
von Semogrammen: Ideogramme und Determinative.
Phonogramme hingegen sind Hieroglyphen, die den kompletten oder teilweisen Lautwert in einem Wort wiedergeben. In erste
Kategorie fallen die Einkonsonanten-, Zweikonsonanten-
und Dreikonsonantenzeichen. In letztere Kategorie fallen die
phonetischen Komplemente.
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© Sebastian Niedlich
webmaster @ hieroglyphen.de
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