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Zahlzeichen
Datumsangaben
 
Die Ägypter benutzten eine Vielzahl von verschiedenen Kalendersystemen, wie z.B. den Sonnenkalender, den Mondkalender und den Siriuskalender. Ihnen allen gemeinsam war doch, daß das ägyptische Jahr in 365 Tage aufgeteilt war. Insgesamt gab es 12 Monate zu je 30 Tagen. Am Ende eines Jahres wurden fünf Schalttage angehängt, die sogenannten Epagomenen. Einen Schalttag wie in unserer Zeitrechnung gab es nicht. so daß sich alle vier Jahre das Jahr um einen Tag verschob.
 
Das Jahr wurde in drei Jahreszeiten eingeteilt, die sich auf die Ereignisse in der Agrikultur bezogen. Daher gibt es die Überschwemmungszeit (Achet), die Zeit der Hitze (Scheno) und die Herauskommenszeit (Peret). Die Hitzezeit entsprach in weiten Teilen dem Sommer, wobei sich Peret auf das "Herauskommen" der Saat bezieht, also Herbst und Winter. Jede Jahreszeit entsprach vier Monaten.
 
Hier die geläufigsten Bezeichnungen:
Jahr
Monat
Tag
Überschwemmungszeit
Winter / Herauskommenszeit
Sommer / Hitzezeit

 
Ab dem Mittleren Reich begann man damit das Jahr an die Regierungsperiode eines Königs anzupassen. So wurde mit jedem neuen König wieder im Jahr 1 angefangen. Im Gegensatz zum normalen, bürgerlichen Jahr schrieb man dann . Daher sah eine typische Datierung damals so aus:
 

"22. Regierungsjahr, zweiter Monat im Winter, 23. Tag unter der Regierung des Königs von Ober- und Unterägypten, Thutmosis III."
(Anm. "Monat" wird hier in der abgekürzten Variante, d.h. nur Mondsichel, geschrieben)
 
© Sebastian Niedlich
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